Von der Leyen: «Unsere Welt hat ein leichtes Fieber»

Celle – Die gewählte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Klimawandel mit einer Krankheit beim Menschen verglichen. Wenn die Körpertemperatur eines Menschen um ein oder zwei Grad steige, «dann haben wir Fieber und alle Mechanismen setzen ein, um da gegenregulieren zu können», sagte von der Leyen beim Parteitag der CDU Niedersachsen in Celle. «Wir wissen, dass es auch eine Grenze des Anstieges gibt, die wir nicht überschreiten dürfen, weil es sonst fatale Folgen hat.» Das Gleiche gelte für die Erde: «Heute hat unsere Welt ein leichtes Fieber.»


Die Entwicklung der weltweiten Durchschnittstemperatur über Land und Wasser seit 1880.

Mit grünen Technologien und neuen Arbeitsplätzen im Zuge des Strukturwandels beim Kohleausstieg könne Europa weltweit eine führende Rolle einnehmen, sagte die CDU-Politikerin weiter. «Denn die ganze Welt wird früher oder später lernen müssen, für unseren Globus, für unser Klima, für unsere Schöpfung sich richtig einzusetzen.»

Von der Leyen will in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit in Brüssel einen «europäischen Grünen Deal» vorschlagen, um Europa klimaneutral zu machen. Der Amtsantritt ist für den 1. November geplant.