Finanzhilfe bei Jobverlust durch No-Deal-Brexit

Brüssel – Arbeitnehmer sollen nach dem Willen der EU-Länder finanzielle Hilfe bekommen, wenn sie wegen eines ungeregelten Brexits ihren Job verlieren. Die 27 bleibenden EU-Staaten stimmten für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, der nun im Schnellverfahren auch noch durch das Europaparlament soll.

Das Geld soll aus einem Fonds kommen, der für den Fall von Jobverlusten wegen der Globalisierung gedacht ist. Der Zweck soll für den Fall von größeren Verwerfungen wegen eines britischen EU-Austritts ohne Vertrag erweitert werden.

Schwere wirtschaftliche Folgen befürchtet

«Diese Maßnahme stellt sicher, dass jeder, der wegen eines harten Brexits seinen Job verliert, nicht im Regen steht», erklärte Arbeitsminister Timo Harakka aus Finnland, das derzeit den Vorsitz der EU-Länder hat.

Großbritannien will nach jetzigem Stand die Europäische Union am 31. Oktober verlassen. Über das Austrittsabkommen wird immer noch gestritten. Geht das Vereinigte Königreich ohne Vertrag, entfällt eine vereinbarte Übergangsfrist bis Ende 2020 und es werden schwere wirtschaftliche Folgen befürchtet.


Je höher die Ausbildung, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit in der EU arbeitslos zu werden.