EU-Freihandelsabkommen mit Neuseeland soll bis Herbst fertig sein

Das geplante Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Neuseeland soll bis Herbst fertig sein – schneller als gedacht. Dies kündigten EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Freitag (25. Januar) in Brüssel an. Bis Sommer seien drei Verhandlungsrunden angesetzt, ergänzte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Ursprünglich wollten sich beide Seiten bis Mitte 2020 Zeit nehmen. Die Verhandlungen hatten im Sommer 2018 begonnen.

Die EU ist für Neuseeland der drittgrößte Handelspartner nach China und Australien. Für die EU rangiert die Pazifiknation allerdings erst auf Rang 50 der größten Handelspartner. 2017 lag das Waren-Handelsvolumen bei 8,7 Milliarden Euro. Die EU erwartet von einem Freihandelspakt einen Anstieg um bis zu 47 Prozent.

Neuseeland exportiert vor allem Agrargüter nach Europa. Auch mit einem Freihandelsabkommen sollen bei diesen Waren aber nicht alle Beschränkungen fallen, wie Hogan bekräftigte.


Die USA sind der mit Abstand wichtigste Kunde der Europäischen Union: 2017 verkauften die 28 Mitgliedsstaaten der EU Waren im Wert von 375 Milliarden Euro an US-amerikanische Abnehmer. Das waren 20 Prozent der gesamten EU-Exporte.