Arbeitslosigkeit geht in der Eurozone weiter zurück

Luxemburg – In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit weiter auf dem Rückzug und hat den tiefsten Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht. Im April sank die Arbeitslosenquote auf 7,6 Prozent nach 7,7 Prozent im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Dies ist die niedrigste Quote in den 19 Ländern mit der Eurowährung seit August 2008.

Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Mittel eine Stagnation bei der Arbeitslosenquote erwartet. Im Euroraum wurden die niedrigsten Arbeitslosenquoten in Deutschland und den Niederlanden gemessen. Die höchste Arbeitslosigkeit verzeichnen weiter Griechenland, Spanien und Italien.

Rund 16,9 Millionen EU-Bürger waren im Jahr 2018 ohne Job. Umgerechnet auf alle Erwerbsfähigen im Alter von 15 bis 74 Jahren entspricht das einem Anteil von 6,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Arbeitslosen damit um rund zehn Prozent zurück. Grafik: Andreas Brühl, Ben Quiakowski, Redaktion: Sophie Lauterbach, Datenerhebung: jährlich, voraussichtlich nächste Daten: Anfang 2020

In den 28 Ländern der Europäischen Union (EU) verharrte die Quote im April bei 6,4 Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit Beginn der monatlichen Aufzeichnungen im Jahr 2000.

Seit der Hochphase der Euroschuldenkrise im Jahr 2013 hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt der Eurozone stark verbessert. Damals hatte die Arbeitslosenquote noch zeitweise über der Marke von zwölf Prozent gelegen. Trotz der Verbesserung sind in den südlichen Ländern des Währungsraums nach wie vor besonders viele Jugendliche arbeitslos. In Deutschland gab es im April dagegen laut den Eurostat-Daten die niedrigste Arbeitslosenquote unter Jugendlichen.